Kategorie-Archiv: Weißwein

Riesling

(Weißer Riesling, Welschriesling, Klingelberger)
Ein König unter den Weißweinen, der in allen deutschen Weinbaugebieten heimisch ist, jedoch entsprechend den unterschiedlichen Bodenverhältnissen im Geschmack stark variiert.
Kennzeichnend ist seine fruchtige, feine Säure. Fruchtig frisch, zählt der Riesling zu den Beliebtesten deutsche Weißweinen. Eine Rebe, die schon bei den Römern angebaut und beliebt war und auch heute noch im internationalen Vergleich der Weine einen Spitzenplatz belegt.
Ausgebaut wird er als trockene, halbtrockene und in der lieblichen Variante. In guten Jahren gibt es ihn auch als exklusive Köstlichkeit wie Beerenauslese oder Eiswein.
In der klassisch ausgebauten trockenen und halbtrockenen Variante passt er zu allen Vorspeisen, zu Schalentieren wie Garnelen und Krabben, ebenso zu den Edelfischen, wie Lachs oder Forelle und auch zum Hauptgang mit Huhn und Schweinefleisch.
In der lieblichen Variante ist er ein Begleiter für das Dessert.

Kerner

Ein frischer, fruchtiger Wein, der an den Riesling erinnert, in dem zusätzlich ein feiner Muskatton mitschwingt.
Die Nähe zum Riesling ist nicht verwunderlich, denn seine Stammeltern sind der Riesling, der mit dem Trollinger eingekreuzt wurde. Überwiegend wird er als halbtrockener Wein ausgebaut. Als universeller Weißwein passt zu Fisch, hellem Fleisch oder würzigem Käse.

Müller-Thurgau

(Rivaner)
Ein unkomplizierter Wein, überwiegend halbtrocken bis leicht lieblich ausgebaut, erfüllt er fast jedermanns Geschmackserwartungen. Wenn Winzer über ihn sprechen, heißt es: Das ist ein Wein mit „einem edlen Abgang“, weil er nach dem Trinken sein Aroma als angenehmen Nachgeschmack entfaltet. Der hellgoldgelbe Wein zeichnet sich durch einen für Weißweine geringen Säuregehalt aus. Er ist mild und blumig mit einem duftigen Bukett.

Die Müller–Thurgau–Traube wurde 1882 von Prof. Dr. H. Müller aus Thurgau in der Schweiz gezüchtet und nach ihm benannt. Entstanden ist die Rebe aus einer Kreuzung von Riesling und Madeleine royale. Lange Zeit wurden Riesling und Silvaner als Stammeltern diese Rebe angesehen. Daher wird heute noch das Synonym Rivaner für den trocken ausgebauten Müller Thurgau verwendet. Er sollte nicht zu lange gelagert werden, da er sonst sein Aroma verliert. Er passt zu leichten Vorspeisen und ideal zum Spargel, wie auch als abendlicher Schoppen.

Grauer Burgunder

(Ruländer, Pinot gris)
Ein vollmundiger, würziger Wein, dessen kräftig aromatischer Geschmack im gesamten Mundraum zu spüren ist, daher der Ausdruck vollmundig.
Als eine Mutation des Blauen Burgunders gehört er daher zur großen Burgunderfamilie.
Er passt zu hellen sahnigen Gerichten, Spargel, Enten- oder Gänsebraten und auch Wildgeflügel.

Gewürztraminer

(Traminer)
Traminer ist eine der ältesten Rebsorten und wurde als Kulturpflanze von den Römern in Italien angebaut.
Der säurearme Gewürztraminer bringt niedrige Erträge mit einem hohen Mostgewicht.
Der Wein zeichnet sich durch eine Fülle intensiver Aromen aus, die an Rosen, Orangen und Marzipan erinnern. Der leuchtend goldgelbe Wein mit der milden würzigen Aromafülle ist besonders bei den weiblichen Weinfreunden beliebt. Er passt zu feinen Fischgerichten, zu würzigem Käse und auch als Aperitif.

Silvaner

(Grüner Silvaner)
Aus der kaukasischen Wildrebe kultiviert soll er im 30-jährigen Krieg aus Transsylvanien nach Deutschland gebracht worden sein. Es gibt auch den sogenannten Blauen Silvaner, eine Variante mit blauen Beeren. Milde, feinfruchtige Weine, die zu jeder Gelegenheit passen wie Spargel, Süßwasserfische, hellem Geflügel und Kalbfleisch.